Die lang gehegte Hoffnung, dass wirtschaftliches Wachstum durch technischen Fortschritt nachhaltig oder klimafreundlich gestaltet werden kann, bröckelt. Weiterhin scheint ein auf permanente ökonomische Expansion getrimmtes System kein Garant für Stabilität und soziale Sicherheit zu sein. Darauf deuten nicht nur die Eskalation auf den Finanzmärkten und die Schuldenkrisen hin, sondern auch die Verknappung jener Ressourcen („Peak Everything“), auf deren unbegrenzter und kostengünstiger Verfügbarkeit das industrielle Wohlstandsmodell bislang basierte. Zudem nährt die sog. „Glücksforschung“ den Befund, dass Steigerungen des monetären Einkommens ab einem gewissen Niveau keine weitere Zunahme des subjektiv empfundenen Wohlbefindens hervorruft. Folglich ist es an der Zeit, die Bedingungen und Möglichkeiten einer Postwachstumsökonomie auszuloten. Letztere ist das Resultat eines prägnanten Rückbaus arbeitsteiliger, geldbasierter und globalisierter Versorgungsmuster. Stattdessen werden Suffizienz und urbane Subsistenz als Ergänzung eines merklich reduzierten und zugleich umstrukturierten Industriesystems bedeutsam sein. Aus Konsumenten werden souveräne Prosumenten, die mittels reaktivierter Subsistenzressourcen (z.B. Handwerk) zur gemeinschaftlichen Versorgung beitragen. Zudem ist die Postwachstumsökonomie durch Sesshaftigkeit gekennzeichnet, also durch Glück ohne Kerosin.
Der Hirnfoscher und Sachbuchautor Dr. Gerald Hüther referierte beim Agenda 21 Netzwerktreffen über Kommunale Intelligenz - Potenzialentfaltung in Städten und Gemeinden. Wie schafft man es, in einer Kommune alle Menschen mit einzubinden und so Probleme und Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen? Wie schaffen wir gute Beziehungen zueinander? Was brauchen Menschen zum glücklich sein? Hüther sieht unsere Gesellschaft wie das Gehirn - sie funktioniert nur dann, wenn passende Vernetzungen geschaffen werden.
In jedem Kind steckt ein Genie. Die meisten Lehrer wissen nur nicht, wie sie das Genie aus ihren Schülern herauslocken sollen.
— Hirnforscher Dr. Gerald Hüther
AUF DEN PUNKT GEBRACHT
Kinder
haben wahrlich erstaunliche Talente. Bei Lieblingsfilmen und Büchern
können sie problemlos auswendig mit sprechen , 196 Pokémons fließend
aufzählen und fremde Sprachen in wenigen Monaten (er)lernen.Wäre es
nicht fantastisch, unsere Kinder könnten sich ebenso spielend
Mathematik, Physik, Geschichte, Biologie und andere Natur- und
Geisteswissenschaften aneignen?
Die drei Säulen des Lernens:
Trotz Pisa-Schock: An deutschen Schulen wird nicht die Kreativität gefördert, sondern der Einzelne in ein Raster gepresst, kritisiert der Journalist Ranga Yogeshwar. Schuld daran seien aber nicht die Schulen.
Welche Schule und welches Lernen brauchen wir? Diese Frage beschäftigt seit der ersten PISA-Studie zahlreiche Bildungsdebatten. Auch beim diesjährigen Deutschen Schulleiterkongress, der am Donnerstag in Düsseldorf beginnt, wird es wieder darum gehen. Einer der Referenten des Kongresses ist der Physiker und Fernsehmoderator Ranga Yogeshwar, der vorab scharfe Kritik am deutschen Bildungssystem äußert.
Die meisten Menschen denken bei Psychopathen automatisch an das, was sie durch diverse Kinofilme und Reportagen kennengelernt haben: Psychopathen sind Menschen, die Spaß daran haben, ihre Opfer zu quälen, zu entstellen, zu foltern und zu töten. Sie sind Ausnahmeerscheinungen, mit denen sie wahrscheinlich nie im Leben zu tun haben werden. Das ist zwar richtig, aber nur bei dieser extremen Ausprägung von Psychopathie. Andere Typen von Psychopathen sind unbekannt oder bleiben unentdeckt, obwohl sie anderen Menschen ebenfalls großes Leid zufügen.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass ein erwachsener Mensch mittleren Alters in seinem Leben mit einer Wahrscheinlichkeit von annähernd 100% mit mindestens einem Psychopathen zu tun hatte. Der Anteil von Psychopathen ist etwa 4% in der normal durchmischten Bevölkerung. Viele Indizien sprechen dafür, dass ihr Anteil in Machpositionen in der Politik und in der Wirtschaft um ein Vielfaches höher ist.
"Ich bin ein Psychopath", behauptet Sam Vaknin von sich selbst. Aber ein schlechter Mensch ist er in seinen Augen nicht. Es interessiert ihn bloß nichts - außer es geht um ihn selbst. Er hat wie viele Psychopathen mit Charme und großer Manipulationskraft einige Menschenleben aus dem Gleis geworfen. Und er hat die Extreme einer sozial überaus unverträglichen Existenz durchlebt, die erfolgreichen Seiten und die Abgründe des zerstörerischen Wesens am eigenen Körper erfahren sowie seine Mitmenschen erfahren lassen. Doch im Gegensatz zu vielen seiner Wesensgenossen will Sam Vaknin Sicherheit über seine Diagnose von Wissenschaftlerseite.
http://www.freiwilligfrei.info/ Es gibt Menschen, die unvorstellbare Grausamkeiten und Gräueltaten an anderen Menschen verübt haben. Als sie das getan haben, haben die meisten von ihnen wirklich geglaubt, GEGEN das Böse zu kämpfen. Sie stellten sich tatsächlich vor, edle und rechtschaffene Menschen zu sein, während sie friedliche unschuldige Menschen folterten, vergewaltigten, verstümmelten und ermordeten. Ihre Wahrnehmung war vollkommen verdreht und verzerrt. Durch die Propaganda und Indoktrination selbsternannter Autoritäten, die große Angst und grenzenlosen Hass geschürt haben.
Tilo Jungs Betätigungsfeld: Die Bundespressekonferenz.
Vielleicht liebt Tilo Jung die Provokation nicht, aber in jedem Fall lebt er sie. Mal löste ein reichlich umstrittener Werbespot mit ihm ("frauenfeindlich!") einen Shitstorm aus, dann wieder ein - inzwischen gelöschter - missglückt-ironischer Instagram-Post zum Weltfrauentag. Seit Februar 2014 aber fällt Jung, der einst bei einer Regionalzeitung volontiert hat, vor allem mit einer Rolle auf: als eigenwilliges Mitglied der Bundespressekonferenz (BPK).
Die BPK mischt Jung seitdem regelmäßig auf - mit naiven, teils regelrecht penetranten Fragen an die Vertreter der Bundesregierung und mit Videomitschnitten der Veranstaltung, die er in seinem Youtube-Kanal veröffentlicht. In "Super-Cuts" reiht er dabei schon mal ausschließlich die Ahnungslosigkeit der Regierung aneinander - das ist meist schockierend. Der Regierung wirft Jung im ZAPP-Interview vor, sie habe bisweilen "wenig Interesse an Aufklärung". Seine Mission: Transparenz.
Die BPK ist einmalig auf der Welt: Hier treten - regulär stets montags, mittwochs und freitags - die Regierenden oder zumindest von ihnen Entsandte auf. Solche "Regierungspressekonferenzen" sind an sich nichts Unübliches, besonders ist aber, dass die BPK als Verein der Hauptstadtjournalisten dazu lädt - und damit selbst entscheidet, wer fragen darf, wozu und wie lange. Das hat sich etabliert und bewährt, doch das BPK-Mitglied Jung sorgt im 65. Jahr der BPK zunehmend für Spannungen.
Am Rande der Tagung "Formate des Politischen", bei der die Hauptstadtpresse in der BPK über ihr Tun diskutiert, berichtet Jung ZAPP nun jedenfalls von kritischen Anmerkungen zu seinen Auftritten, die ihn zunehmend erreichten: "Das hört sich für mich ein bisschen so an, als ob [Regierungssprecher Steffen] Seibert so ein bisschen signalisiert: Sorgt irgendwie mal dafür, dass ihr den Jung einschränkt und die ganze BPK einschränkt, weil sonst kommen wir nicht mehr."
Politik verstehen und dokumentieren
Auch auf der Tagung ist Jung auch Thema - auf dem Panel "Beobachtungen zur Institution der Bundespressekonferenz". Phoenix-Journalistin Anke Plättner berichtet vom Unmut gegen Jung, der sich unter Regierungssprechern breitmache ("Kommen Sie gerne?" - "Wissen Sie, da stellt jetzt jemand immer so komische Fragen."). Sie fragt den Provokateur: "Warum stellen Sie Fragen, die manch andere vielleicht nicht stellen?" Für Jung ist das eine - für die Etablierten selbstentlarvende - Steilvorlage. Er sagt, was er dann auch ZAPP sagt: Er wolle Grundsätzliches von der Regierung hören, er wolle Politik verstehen und das für alle dokumentieren.
Der Vorsitzende der BPK, Gregor Mayntz, hält sich in der Runde mit Kritik an Jung und seinen Veröffentlichungen zurück. "Darüber kann ich wirklich nicht urteilen", sagt Mayntz, der Korrespondent der "Rheinischen Post" ist. "Was der Hauptstadtjournalist mit seinen Informationen macht, das geht mich nichts an." Das ist dann auch die offizielle Linie der BPK: Jung, der Provokateur, wird nicht verachtet. Er wird toleriert.
"Du stellst Fragen, die uns nicht interessieren"
Die Hauptstadtpresse wird mitunter auch als "Meute" beschrieben, die also kollektiv in eine Richtung läuft, auf der Agenda dieselben Fragen hat. In diesem Szenario ist Jung ein Fremdkörper. Er berichtet dann auch vom Protest gegen ihn ("Du stellst Fragen, die uns nicht interessieren") und davon, dass ihn das geradezu in seinem Plan bestärke, sein Ding durchzuziehen.
"Ich werde die BPK-Arbeit nie einstellen", droht Jung schließlich im Interview seinen Kritikern. Verblüffend seine Auskunft: Er und sein Produzent könnten längst von den Spenden seines Publikums und den Werbeeinnahmen leben, die ihre Videos auf YouTube generierten. Jungs Kampfansage an Seibert und Co.: "Regierungssprecher sollten immer weiter befürchten, dass wir kommen."
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