Mittwoch, 11. April 2012

Fünf Prinzipien einer lebenslangen Blutzuckerregulierung

Blutzuckerprobleme machen dem gesamten Organismus zu schaffen. Jeder weiß das und vielen bereitet das auch durchaus Sorgen. Ein zu hoher Blutzucker kann die Bauchspeicheldrüse bis zur Erschöpfung belasten, er kann das gesamte Gewebe, auch das Nervengewebe und das Gewebe der Herzgefäße, schädigen, er stört die Hormonbalance und führt zu Gewichtsproblemen.



Ein zu niedriger Blutzucker hingegen bedeutet Müdigkeit, Heißhungerattacken, eine schlechte Gehirnfunktion und womöglich sogar das Absterben von Gehirnzellen. Darüber hinaus können komplexe Hormonstörungen und ein vielfältiges Nährstoffdefizit, von Proteinen über Mineralstoffe bis hin zu Vitaminen und auch Wasser, auftreten.

Ein niedriger Blutzucker ist deshalb so kompliziert, weil dabei Cortisol freigesetzt wird, das die Freisetzung von Zellproteinen auslöst, damit die Leber daraus Glukose bilden kann. Man sollte Blutzuckerprobleme also ernst nehmen, genauso wie eine Verstopfung. Aber leider kursieren auch viele Irrtümer und Falschinformationen über dieses Thema. Zunächst sollte man sich, wie bei jedem Problem, die Frage stellen: Was lehrt uns die Natur darüber?

Ohne eine genaue Beobachtung der Natur finden wir keine Antwort. Jeder Versuch, dem Problem im Labor auf die Spur zu kommen, muss notwendigerweise entscheidende Aspekte außer Acht lassen. Denn es ist schlicht unmöglich, die fast unübersehbar vielen gleichzeitig ablaufenden Abläufe, Stoffwechselpfade und gegenseitigen Beeinflussungen physiologischer Prozesse zu erfassen.

Betrachten wir also die Natur: Sofort wird deutlich, dass wir Menschen eigentlich dazu bestimmt sind, uns überwiegend von Blättern, Nüssen, Samen, Honig und in weitaus geringerer Menge auch von Knollen und anderem Gemüse, Gräsern und Getreide zu ernähren.

Wir sind nicht dafür geeignet, unsere Beute zu jagen und auszuweiden. Aber wir sind in der Lage, unsere Nahrungsmittel mit Bedacht zu wählen. Denn wir meiden verdorbene Lebensmittel und Insekten. Das heißt, auf Insekten und andere Tiere greifen wir nur in Zeiten schwerster Hungersnöte zurück. Deshalb können wir im Notfall auch bittere und starke Heilkräuter schlucken, anstatt uns der natürlichen Auslese zu unterwerfen. (Mit anderen Worten: wir können Krankheiten heilen und bewusst unseren Körper stärken, anstatt die Schwachen auszusondern oder einfach sterben zu lassen.)

Damit haben wir jetzt eine Grundlage, um überhaupt entscheiden zu können, was uns hinsichtlich Blutzuckerproblemen und einer idealen Ernährung richtig und geboten erscheint.

Der Mensch muss – wie andere Säugetiere auch – fast alle lebensnotwendigen Enzyme von außen zuführen; er kann sie nicht selbst produzieren. Pflanzen bilden Enzyme, die sie selbst für Wachstum und Gesundheit nicht benötigen. Wir leben in einer symbiotischen Gemeinschaft mit den Pflanzen, unser Organismus profitiert von dieser Enzymproduktion.

Nach dieser Einführung sind wir bereit, über Blutzucker und die fünf Grundprinzipien für lebenslange gesunde Blutzuckerwerte zu sprechen.


Erstes Prinzip: Leichte Verwertung

Die erste Frage, die uns bei der Beschäftigung mit Blutzucker in den Sinn kommen sollte, lautet: »Wie mühelos wird dieser Zucker in meinem Körper verarbeitet?«

Die Frage ist nicht, wie schnell er verdaut wird, sondern vielmehr, wie mühelos er, nachdem er verdaut worden ist, in die Zellen oder die Leber gelangt, um dort genutzt oder gelagert zu werden.

Industriell verarbeitete oder gegarte Zucker gelangen schnell ins Blut, schaffen dort jedoch Probleme, weil sie im Verhältnis zur Schnelligkeit der Aufnahme viel zu lange im Blut verbleiben. Sie kommen also schnell herein, werden aber nur langsam verarbeitet. Diesen Zustand nennen wir hohen Blutzucker.

Nicht raffinierte, rohe Kohlenhydrate, die langsam ins Blut gelangen, dürfen ruhig etwas länger brauchen, bis sie in die Zellen oder Speicher aufgenommen werden. Das gilt beispielsweise für grünes Blattgemüse und Körner.

Wird ein Kohlenhydrat sehr schnell in Zucker aufgespalten und kommt in großer Menge ins Blut, kommt es darauf an, dass es mühelos verarbeitet werden kann, das heißt, dass es für eine sofortige Aufnahme formuliert ist, damit es in unseren Zellen kein Ungleichgewicht verursacht.

Roher Honig, Sprossen und reife Früchte sind perfekte Beispiele für Kohlenhydrate, die umgehend in Glukose (die einzig verwertbare Form von Zucker) umgewandelt werden und schnell ins Blut gelangen. Sie sind – vorausgesetzt, sie werden roh, vollwertig gegessen und vorsichtig behandelt, damit sie nicht gären – so perfekt formuliert und balanciert, dass sie von den Zellen problemlos aufgenommen und verarbeitet werden.

Natürlich kann man auch davon zu viel essen – aber sie wirken nun einmal am besten, wenn sie mit Vernunft gegessen werden, selbst wenn das bisweilen so aussehen mag, als werde hier des Guten zu viel getan. Die Schwierigkeiten beginnen, wenn wir raffinierte oder gegarte Zucker beziehungsweise Kohlenhydrate zu uns nehmen, die schnell ins Blut gelangen, aber entweder in dieser Form nicht nutzbar (wie beispielsweise Saccharose, die erst in Glukose umgewandelt werden muss), oder so hochgradig raffiniert sind, dass die Absorption umgehend ein chemisches Ungleichgewicht im Körper bewirkt.

Die Wahrheit über Zucker und Früchte ist: Wir essen heute nicht zu viele, sondern zu wenige gesunde Zucker. Die Folge ist ein Achterbahnkurs unseres Blutzuckers, der ein regelmäßiges Defizit entstehen lässt, die Bildung von Cortisol anregt, praktisch alle Funktionen des Körpers stört und erhebliche Mangelerscheinungen (nicht zuletzt von Wasser, das bedeutet Austrocknung) zur Folge hat. Entscheidend ist eine hochwertige Ernährung. Ebenso wichtig ist es, beim Verzehr von Zucker darauf zu achten, gut zu kauen und entspannt zu essen. Ansonsten entsteht im Körper ein Ungleichgewicht, der Organismus wird vergiftet.


Zweites Prinzip: Wettstreit im Blut

Dieses Konzept wird häufig behandelt, es geht dabei um Substanzen im Blut, die den Zustrom von Nährstoffen in die Körperzellen beeinträchtigen. Es können Toxine sein, vielleicht aber auch unverwertbare oder überschüssige Makronährstoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Eiweißfragmente oder Schlackstoffe aus den Zellen, die nicht richtig ausgeschieden werden.

Diese Probleme werden an verschiedenen Stellen, auch auf der Webseite des Autors und auf www.bestfoodist.com behandelt, so dass sich eine gesonderte Besprechung an dieser Stelle erübrigt.

Für jeden, der sich vollkommen gesund ernährt, stellt sich die Frage des Verhältnisses von Fetten und Zuckern, dessen Bedeutung häufig übersehen wird. Wir neigen zu der Ansicht, nicht zu viel Fett gleichzeitig mit Zucker zu konsumieren.

Rohköstler hören das vielleicht nicht gern. Sie essen mit Vorliebe hochwertige Glukose zusammen mit Fett, seien es Naschereien oder auch Salatsaucen.

Wirklich stabile Fette, beispielsweise unbehandelte tropische Öle und Olivenöl, sind gesund. Rohe, nicht ranzige Nüsse enthalten gesunde Öle, die zwar weniger stabil sind, aber durch bestimmte Schutzmechanismen stabilisiert werden (das gilt übrigens auch für Samen). Vorausgesetzt, dass die Temperatur mäßig bleibt.

Doch selbst die gesündesten Fette bedrohen eine gesunde Blutzuckerbilanz, weil sie den Zustrom gesunder Glukose in die Zellen beeinträchtigen, so dass sie über Gebühr lange im Blut bleibt. Das bedeutet die Freisetzung von sehr viel Insulin. Außerdem können die Zucker vergären und Krebs hervorrufen, sie können Triglyceride und Fettgewebe bilden und zu Immunreaktionen und hormoneller Dysfunktion führen.

So gesehen ergeht es uns kaum besser, als wenn wir verarbeitete Zucker zu uns nehmen würden. Nun gut, vielleicht ein wenig besser, weil die Glukose aus gesunden Quellen Mikronährstoffe und Enzyme enthält. Aber auch sie belastet den Körper. Deshalb empfehlen wir jedem, der mit Blutzuckerproblemen zu kämpfen hat, hochwertige Glukose (in der Regel Honig, reifes Obst, Sprossen und nicht-stärkehaltiges Gemüse) nicht gleichzeitig mit Fett zu essen.

Natürlich raten wir nur zu den gesündesten Fetten, die nicht übermäßig lange im Blut bleiben und dort Schaden anrichten. Generell gesprochen ist nur unbehandeltes Olivenöl (kaltgepresst, extra vergine) für den täglichen Verzehr geeignet. Zucker und Fette zu trennen fällt gar nicht so schwer, führt aber umgehend zu besserem Befinden. Dieser Artikel bezieht sich nicht auf ein ausgeprägtes Krankheitsbild wie Diabetes, aber selbst Diabetiker wären von der positiven Wirkung angenehm überrascht.


Drittes Prinzip: Beständigkeit

Unser Körper ist aus Proteinen gebaut, es gibt viele Wechselwirkungen mit Fetten, die ebenfalls für den Stoffwechsel wichtig sind. Doch so wichtig Fett und Eiweiß auch sind, unter normalen Bedingungen brauchen wir zumeist vergleichsweise wenig davon.

Bei Fetten und Eiweißen sollten wir uns auf Qualität, nicht auf Quantität konzentrieren. Glukose hingegen wird bei allen Stoffwechselprozessen im Körper verbraucht, und das rund um die Uhr. Sie muss also ständig ersetzt werden. Ganz ohne Glukose, ohne sekundäre Reserve oder die Möglichkeit zur Bildung von Glukose würde das menschliche Gehirn genauso schnell absterben, als wenn ihm der Sauerstoff vollständig entzogen wird. Wir brauchen beide gleichzeitig.

Also müssen wir dem Körper den ganzen Tag lang regelmäßig Glukose zuführen. Dabei gibt es drei Wege, bei denen wir allerdings einige Regeln beachten sollten, die Traci in ihren Büchern ausführlich bespricht (Traci ist meine Frau, die Bücher finden Sie unter www.bestfoodist.com).

Wir könnten entweder den ganzen Tag lang einmal stündlich Glukose aus hochwertigen Quellen zu uns nehmen. Das ist beispielsweise beim Saftfasten der Fall, bei dem man mehrere Tage lang nur Saft aus Obst oder stärkefreiem Gemüse trinkt. Der Saft wird in der Regel stündlich getrunken, dazwischen jeweils zur halben Stunde destilliertes Wasser.

Eine regelmäßige Zufuhr lässt sich aber auch mit Sprossen, Honig, reifem Obst oder nicht-stärkehaltigem Gemüse erzielen.Oder wir könnten in größeren Abständen langsamer wirkende Glukose zu uns nehmen. Beispielsweise liefert nicht-stärkehaltiges rohes Gemüse sowohl kurzfristig als auch langfristig wirkende Glukose. Wird es gegart, bleibt nur die langfristig wirkende Glukose erhalten. Noch schlimmer wird es, wenn es zu lange gekocht wird, dann liefert es nur noch minderwertige schnell wirkende Glukose, es kann sogar krank machen.

Gemüse und rohe Nüsse können bedenkenlos verzehrt werden, weil sie nur langsam absorbiert werden. Jetzt sind Sie beim Kochen gefragt, ob Sie gesundes oder krankmachendes Essen zubereiten wollen. Wenn Sie Rohkost wählen oder Ihr Essen nur kurz garen, haben Sie lang anhaltenden Nutzen davon. Kochen Sie es jedoch zu Tode, werden minderwertige Stoffe absorbiert, die den Körper aus dem Gleichgewicht werfen.

Gekeimte, mäßig erhitzte Körner sind ebenfalls eine Quelle von Glukose, die Sie für den ganzen Tag versorgt. (Tatsächlich enthalten Körner so viel Glukose, dass sie, im Übermaß genossen, wegen des hohen Nährstoffgehalts dick machen, wie Traci in ihrem Buch zeigt.)

Bleibt noch der Verzehr von Proteinen. Das Ziel ist die langsame Umwandlung von Eiweiß in Glukose über den ganzen Tag hinweg. Der Nutzen ist ähnlich wie beim Verzehr von langfristig wirkender Glukose. Viele Ernährungswissenschaftler wählen diese Methode, weil sie sich nicht aus dem Fenster lehnen und als Heiler betrachtet werden möchten. Deshalb setzen sie eher auf kurzfristige als auf langfristige Methoden.

Es ist wahr: Es ist die einfachste Methode, aber sie hat einen Haken. Wenn Sie sie nämlich ständig einhalten und besonders, wenn Sie konzentriertes Eiweiß zu sich nehmen (bestimmte Nüsse, nicht gekeimte Bohnen und tierisches Eiweiß), können sich toxische Nebenprodukte bilden.

Wobei die Bezeichnung toxisch wohl nicht ganz richtig ist. Es gibt Eiweißfragmente, die nicht verwertet werden können und zu einer Übersäuerung des Blutes führen, die die Ausscheidungsorgane zusätzlich belastet.

Einer der stärksten Einwände gegen die Protein-Methode liegt in der vorzeitigen Erschöpfung wichtiger Körperorgane wie Nebenniere und Leber. Die Toxizität hat definitiv Folgen.

Die Belastung der Nieren kann so extreme Ausmaße annehmen, dass sie zum akuten Nierenversagen führt. Stark eiweißhaltige Diäten können tödlich sein. Als das zweite Buch über Dr. Atkins‘ Diät-Revolution erschien, wurden Keton-Teststreifen empfohlen, weil man damit zu verhindern hoffte, die Menschen durch eine extreme Ketose umzubringen.

Dennoch kann man von dieser Methode profitieren, wenn man gleichzeitig genügend gesunde Glukose konsumiert, um die völlige Abhängigkeit von Proteinen auszugleichen, und wenn der Betreffende Proteine bester Qualität zu sich nimmt.

Hochwertiges Protein ist in rohen Baumnüssen, grünen Hülsenfrüchten (wie Erbsen oder Edamame oder Alfalfa-Sprossen) enthalten, aber auch in Seegräsern, Algen, gesprossenen Körnern, rohem Hanfsamen (der übrigens auch ein sehr gutes rohes Proteinpulver liefert, frei von Hanföl).


Viertes Prinzip: Bewegung/Atmung

Sauerstoff ist zur Glukoseverbrennung unentbehrlich. Regelmäßiges körperliches Training führt zu einer Veränderung in den Zellen, so dass die Glukose leichter absorbiert und die Nährstoffe besser verstoffwechselt werden.

Dafür müssen Sie aber nicht gleich zum Triathleten werden. Manche Autoren sind der Ansicht, für eine nachhaltige Stoffwechselveränderung reiche schon ein intensives 20-minütiges Training alle fünf Tage aus. Richtiges Training erhält Muskeln und Knochen kräftig. Wer ernsthaft Sport treibt, merkt, wie sich Leistung und gesundheitliches Befinden verbessern.

Dieses Thema kann an dieser Stelle nicht ausführlich behandelt werden, halten wir aber fest, dass Sport genauso wichtig ist wie alle anderen hier behandelten Prinzipien. Tatsächlich hilft der durch die körperliche Aktivität verbesserte Stoffwechsel, physiologisch gesprochen, dem Einzelnen in schwachen Momenten, wenn er zu nicht gerade idealem Essen greift. Und »nicht ideal« ist hier gleichbedeutend mit »toxisch«.


Fünftes Prinzip: Schadensbehebung / Pflege

Ist es erst einmal zu einer Beeinträchtigung von Stoffwechsel oder Hormondrüsen gekommen, muss eingegriffen werden. Es braucht wohl nicht extra betont zu werden, dass eine weitere Schädigung um jeden Preis vermieden werden sollte.

Es folgen ein paar kurze, aber nützliche Erläuterungen über Schadensbehebung beziehungsweise Pflege:

1. Es ist sinnvoll, sich selbst ein Grundwissen über heilende Lebensmittel oder Medizin für Bauchspeicheldrüse, Nebennieren und die Zellen anzueignen. Manches finden Sie auf meiner Webseite www.kalsschool.com, vieles andere im Internet. Sie können den Autor auch jederzeit über www.kalsschool.com kontaktieren und nach Präparaten oder Informationen fragen. Es empfiehlt sich, zu vollwertigen Lebensmitteln zu greifen, die auch in einer Steinzeithöhle hätten hergestellt werden können, also frei von Konservierungsstoffen oder anderen chemischen Substanzen sind.

2. Wir sind überall von Substanzen umgeben, die das Blut vergiften, die Blutzellen schädigen und deren Fähigkeit zum Nährstofftransport und -austausch beeinträchtigen. Solchen Substanzen sollte man aus dem Weg gehen. Die Liste ist natürlich lang, beschränken wir uns also auf diejenigen, die wir beeinflussen können, nämlich Nitrate zur Konservierung und Nitrite in industriell verarbeitetem Fleisch. Wenn wir über wirklich toxische Lebensmittel sprechen, sollten wir auch Milchprodukte nicht vergessen. Es ist bekannt, dass Milchprodukte zu Blutzuckerproblemen führen, entsprechende Artikel sind in den vergangenen Jahren in medizinischen Fachzeitschriften erschienen. Darüber hinaus wirkt sich ihre stopfende Wirkung negativ auf den Kreislauf aus und verschlimmert die Lage, wenn der Zucker nur schwer aus dem Blut in die Zellen, wo er ja hingehört, befördert werden kann.

3. Falls bei einem Betroffenen schon lange ein Blutzuckerproblem besteht, muss er auf ein gesundes Herz und einen gesunden Kreislauf achten. Dafür gibt es viele gute Präparate, aber kaum eines ist unmittelbar so wirksam wie Cayenne und Schwarze Melasse. Normalerweise nimmt man bei jeder Mahlzeit einen Viertel Teelöffel Cayennepfeffer in einem Glas Wasser. Er gilt als gesund für das Herz und gut für die Verdauung.

In einer Studie heißt es, allein der Geruch von Cayennepfeffer in Wasser könne die Bildung von Verdauungssäften anregen. Mehr Informationen darüber wären wünschenswert, die letzte besagte Studie ist nämlich bereits 15 Jahre alt, und Stressprobleme haben seither deutlich zugenommen. Klinisch scheint die Methode noch immer gut zu funktionieren.

Schwarze Melasse enthält reichlich Kalium, Kalzium und Eisen. Außerdem scheint sie auch eine gute Wirkung auf Gewebe zu entfalten, das durch raffinierten Zucker geschädigt wird, also Knochen, Zähne und das Kapillar- beziehungsweise Herzkreislaufsystem. Mit der genannten Wirkung hat sich Schwarze Melasse einen Platz in der Ruhmeshalle der Naturheilkunde erobert, keine andere Substanz kommt ihr in dieser Hinsicht gleich. Mein Mentor Dr. Christopher hat sie bei Herzbeschwerden angewendet, und zwar unabhängig davon, ob sie durch eine rheumatische Erkrankung, eine Infektion oder eine Mangelernährung verursacht wurden.

Während künstliche Süßstoffe allem Anschein nach die Blutzuckerprobleme verschlimmern, bewirkt Schwarze Melasse offenbar das Gegenteil: Der Blutzucker wird stabilisiert. Für Dr. Christopher war sie ein echtes Superfood. Sie ist preiswert, überall erhältlich und wird nach meiner Erfahrung auch immer gut vertragen.

4. Bei Blutzuckerproblemen erscheint eine Reinigung und Regeneration der Leber logisch. Wenn dazu Kräuter zum Einsatz kommen, muss zunächst der Darm gereinigt werden.

Wie eine Klientin des Autors berichtete, hatte ein von ihrem Naturheiler verordnetes mildes Reinigungspräparat zu extremen Reaktionen, angefangen von Hautausschlag und schmerzhaft geschwollenen Gelenken bis hin zu Körpergeruch, geführt. Schon nach kürzester Zeit war klar: Das Problem bestand darin, dass man nichts unternommen hatte, die Ausscheidung der Giftstoffe über den Darm zu beschleunigen. Umgehend wurde das Präparat abgesetzt und zunächst die Darmaktivität gesteigert. Dazu wurde Dr. Christophers Lower Bowel Formula verwendet. Erst als ein fünfmaliger Stuhlgang täglich erreicht war, konnte das Präparat erneut genommen werden.

Danke fürs Lesen.

Bis zum nächsten Mal

Kal Sellers, MH


Der Autor betreibt die Webseite KalsSchools.com, er unterrichtet einen zweijährigen Tele-Kurs in Naturmedizin. Er unterhält eine Praxis in Atlanta in den USA. Zusammen mit seiner Frau Traci leitet er Kurse über Ernährung.

Quelle:
www.kopp-verlag.de