Bauern wissen nicht, wohin mit den Exkrementen der vielen Tiere. Sie spritzen soviel Gülle auf ihre Felder, dass sie damit Brunnen verseuchen.
Irgendwann kommt alles im Wasserwerk der niedersächsischen Gemeinde Getelo an – die Gülle, der Kot, der Urin der Tiere aus der Landwirtschaft. Die Bauern spritzen die Exkremente als Dünger aufs Feld. Teile davon sickern ins Grundwasser und tauchen als Nitrat – eine Stickstoffverbindung – in den Brunnen wieder auf. Und das heißt: im Trinkwasser.
Im menschlichen Körper werden etwa 5 Prozent des Nitrats in giftiges Nitrit umgewandelt. In hohen Dosen ist das gefährlich, warnt die Weltgesundheitsorganisation: Säuglinge können innerlich ersticken. Diskutiert wird auch, ob bei Erwachsenen das Krebsrisiko steigt.